
photo by
Helena Manhartsberger
about my work:
My work is a form of associative storytelling. It engages with old Swiss mountain traditions and their stories, with the landscape of the Alps, the history of European painting, and contemporary elements of fashion and its staging.
Central to this is understanding objects, texts, and techniques not as finished testimonies of their time, but as source material from which, in connection or in contrast with contemporary means, new narrative threads emerge, threads that leave enough room so as not to dissolve into explanation. As Walter Benjamin already observed in his essay “The Storyteller: Reflections on the Works of Nikolai Leskov”: “Half the art of storytelling lies in keeping a story free of explanation as one retells it. […]”
I am therefore interested in how stories move through time and which forces transform them along the way. I understand landscape upheavals and erosion as agents of these transformations, just as much as social or political upheavals. I ask which narrative patterns endure over time, how they adapt formally, and in what form they reappear in contemporary products, for instance in fashion and its staging.
My work is thus closely engaged with the ideas of Romanticism, with the sublime, and with the rediscovery of place as a subject rather than a mere backdrop. Grief over the disappearance of places is as much a part of my work as curiosity about the surprising forms in which old stories live on in the present. Between loss and continuation, I seek to create works and spaces that do not explain, but leave room for the mysterious that keeps every story alive.
Central to this is understanding objects, texts, and techniques not as finished testimonies of their time, but as source material from which, in connection or in contrast with contemporary means, new narrative threads emerge, threads that leave enough room so as not to dissolve into explanation. As Walter Benjamin already observed in his essay “The Storyteller: Reflections on the Works of Nikolai Leskov”: “Half the art of storytelling lies in keeping a story free of explanation as one retells it. […]”
I am therefore interested in how stories move through time and which forces transform them along the way. I understand landscape upheavals and erosion as agents of these transformations, just as much as social or political upheavals. I ask which narrative patterns endure over time, how they adapt formally, and in what form they reappear in contemporary products, for instance in fashion and its staging.
My work is thus closely engaged with the ideas of Romanticism, with the sublime, and with the rediscovery of place as a subject rather than a mere backdrop. Grief over the disappearance of places is as much a part of my work as curiosity about the surprising forms in which old stories live on in the present. Between loss and continuation, I seek to create works and spaces that do not explain, but leave room for the mysterious that keeps every story alive.
über meine Arbeit:
Meine Arbeit ist eine Form des assoziativen Erzählens. Sie beschäftigt sich mit alten Schweizer Bergtraditionen und ihren Geschichten, mit der Landschaft der Alpen, der europäischen Geschichte der Malerei sowie mit zeitgenössischen Elementen der Mode und deren Inszenierung.
Zentral ist dabei, Objekte, Texte und Techniken nicht als abgeschlossene Zeugnisse ihrer Zeit zu verstehen, sondern als Ausgangsmaterial, aus dem sich in Verbindung oder im Kontrast mit zeitgenössischen Mitteln neue Erzählstränge formen, die genug Raum lassen, um nicht in einer Erklärung aufzugehen. Bereits Walter Benjamin hält in seinem Essay «Der Erzähler. Betrachtungen zum Werk Nikolai Lesskows» fest: «Es ist schon die halbe Kunst des Erzählens, eine Geschichte, indem man sie wiedergibt, von Erklärungen freizuhalten. […]»
Mich interessiert daher, wie sich Erzählungen durch die Zeit bewegen und welche Kräfte sie dabei verändern. Landschaftliche Umbrüche und Erosionen verstehe ich ebenso als Akteurinnen dieser Veränderungen wie gesellschaftliche oder politische Umwälzungen. Ich frage danach, welche erzählerischen Muster sich über die Zeit erhalten, wie sie sich formal anpassen und in welcher Gestalt sie in zeitgenössischen Produkten, etwa in der Mode und ihrer Inszenierung, wieder auftauchen.
Meine Arbeit steht damit in enger Auseinandersetzung mit den Ideen der Romantik, mit dem Erhabenen und mit der Wiederentdeckung des Ortes als Subjekt statt als blosse Kulisse. Der Schmerz über das Verschwinden von Orten ist dabei ebenso Teil meiner Arbeit wie die Neugier auf die überraschenden Formen, in denen alte Erzählungen in der Gegenwart weiterleben. Zwischen Verlust und Fortschreibung versuche ich, Arbeiten und Räume zu schaffen, die nicht erklären, sondern Raum lassen für das Geheimnisvolle, das jede Erzählung am Leben hält.
Zentral ist dabei, Objekte, Texte und Techniken nicht als abgeschlossene Zeugnisse ihrer Zeit zu verstehen, sondern als Ausgangsmaterial, aus dem sich in Verbindung oder im Kontrast mit zeitgenössischen Mitteln neue Erzählstränge formen, die genug Raum lassen, um nicht in einer Erklärung aufzugehen. Bereits Walter Benjamin hält in seinem Essay «Der Erzähler. Betrachtungen zum Werk Nikolai Lesskows» fest: «Es ist schon die halbe Kunst des Erzählens, eine Geschichte, indem man sie wiedergibt, von Erklärungen freizuhalten. […]»
Mich interessiert daher, wie sich Erzählungen durch die Zeit bewegen und welche Kräfte sie dabei verändern. Landschaftliche Umbrüche und Erosionen verstehe ich ebenso als Akteurinnen dieser Veränderungen wie gesellschaftliche oder politische Umwälzungen. Ich frage danach, welche erzählerischen Muster sich über die Zeit erhalten, wie sie sich formal anpassen und in welcher Gestalt sie in zeitgenössischen Produkten, etwa in der Mode und ihrer Inszenierung, wieder auftauchen.
Meine Arbeit steht damit in enger Auseinandersetzung mit den Ideen der Romantik, mit dem Erhabenen und mit der Wiederentdeckung des Ortes als Subjekt statt als blosse Kulisse. Der Schmerz über das Verschwinden von Orten ist dabei ebenso Teil meiner Arbeit wie die Neugier auf die überraschenden Formen, in denen alte Erzählungen in der Gegenwart weiterleben. Zwischen Verlust und Fortschreibung versuche ich, Arbeiten und Räume zu schaffen, die nicht erklären, sondern Raum lassen für das Geheimnisvolle, das jede Erzählung am Leben hält.
Contact
noah.kohlbrenner@gmail.com
Exhibitions
2024
«Jungkunst» Winterthur, Group Show
«Thougts on Becoming» Kunsraum Aarau, Duo Show
«Diplome 24» Toni Areal, Zürich, Group Show
2023
Cantonale Bern Jura Musée jurassien des Arts Moutier
«Fragments» Toni Areal, Zürich, Group Show
«Bozä» Lokal Int Biel/Bienne, Solo Show
«Rundgang» Universität der Künste Berlin
«scattered» Toni Areal, Zürich, Group Show
2022
« about lichens and other relations» Toni Areal, Zürich, Duo Show
« Haltung / Attitude » ZHdK annual report, Zürich, Group Show
« Doing Doing» collaborative group exhibition ZHdK Toni Areal,
Zürich, Group Show
«Wenn das Pferd versumpfen will, dann soll es versumpfen.»
Köniz, Sägestrasse 76, Köniz, Group Show
2021
«Bitte Türe immer schliessen! Merci»
semester exhibition ZHdK Toni Areal, Zürich, Group Show
Kunst Kola 21, Markthalle Langenthal, Group Show
2019
Art Book Fair @ Grandpalais Bern, Group Show
2018
«LExpo Bildsprache» Biel, Group Show
«Jungkunst» Winterthur, Group Show
«Thougts on Becoming» Kunsraum Aarau, Duo Show
«Diplome 24» Toni Areal, Zürich, Group Show
2023
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«Fragments» Toni Areal, Zürich, Group Show
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«Rundgang» Universität der Künste Berlin
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2022
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«Wenn das Pferd versumpfen will, dann soll es versumpfen.»
Köniz, Sägestrasse 76, Köniz, Group Show
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CV
2021-2024
2023
2020-2021
2016-2020
2023
2020-2021
2016-2020
Bachelor of Arts, Fine Arts, ZHdK
Exchange Semester UdK Berlin Klasse Valérie Favre
Zivildienst
Grafikfachklasse Biel, Schule für Gestaltung Bern
Exchange Semester UdK Berlin Klasse Valérie Favre
Zivildienst
Grafikfachklasse Biel, Schule für Gestaltung Bern